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Pinterest Geld verdienen: Warum ich Instagram links liegen ließ

Von Wolfgang Rauch16. August 20265 Min. Lesezeit
Pinterest Geld verdienen: Warum ich Instagram links liegen ließ

Ich dachte, ohne Follower läuft nichts. Dann testete ich Pinterest – ohne täglich zu posten. Was ich in 90 Tagen gelernt habe, erfährst du hier.

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Ich saß abends nach der Arbeit vor dem Rechner und scrollte zum hundertsten Mal durch Instagram. Wieder ein Reel aufnehmen? Wieder Stories posten? Wieder hoffen, dass der Algorithmus gnädig ist? Ich hatte keine Lust mehr. Und ehrlich gesagt auch keine Zeit. Dann stolperte ich über einen Satz, der alles veränderte: „Pinterest ist keine Social-Media-Plattform. Es ist eine Suchmaschine." Das klang zu gut, um wahr zu sein. Aber ich probierte es trotzdem.

Warum Pinterest für Einsteiger anders funktioniert

Der größte Unterschied zu Instagram oder TikTok ist simpel: Auf Pinterest musst du keine Community aufbauen, bevor du Reichweite bekommst. Deine Pins werden gefunden, weil Menschen gezielt nach Lösungen suchen – nicht, weil sie dir folgen. Das bedeutet: Selbst mit null Followern kann ein Pin gesehen werden, geklickt werden und Traffic auf deine Seite bringen.

Als ich meinen ersten Pin hochgeladen habe, hatte ich genau drei Follower. Vermutlich Bots. Trotzdem wurde der Pin in den ersten Wochen über hundert Mal angezeigt. Nicht viel, aber mehr als jeder Instagram-Post, den ich je veröffentlicht hatte. Der Grund: Pinterest zeigt Inhalte basierend auf Suchbegriffen, nicht auf Beliebtheit.

Das ist besonders wertvoll, wenn du nebenberuflich startest. Du hast nicht die Zeit, täglich Content zu produzieren. Auf Pinterest kannst du einen Pin erstellen, der Wochen oder Monate später noch gefunden wird. Das ist kein passives Einkommen im klassischen Sinn, aber es ist passiver Traffic – und genau der bringt dich weiter.

Was ich in den ersten 90 Tagen gelernt habe

Am Anfang dachte ich, ich müsste einfach hübsche Bilder hochladen und hoffen. Das war falsch. Pinterest ist eine Suchmaschine, und wie bei Google zählt, wonach Menschen suchen. Ich musste lernen, wie man Pins so gestaltet und beschreibt, dass sie gefunden werden.

Hier sind die drei wichtigsten Erkenntnisse aus meinen ersten drei Monaten:

Keyword-Recherche ist alles

Du brauchst keine teuren Tools. Gib in der Pinterest-Suchleiste ein Wort ein, das zu deinem Thema passt – zum Beispiel „Geld verdienen" – und schau dir die Vorschläge an. Das sind echte Suchanfragen von echten Menschen. Ich habe meine Pins auf Begriffe wie „Geld verdienen von zuhause" oder „Affiliate Marketing für Anfänger" ausgerichtet. Das waren keine Vermutungen, sondern Dinge, nach denen aktiv gesucht wurde.

![](https://hsgkptfcunippkhyrwqt.supabase.co/storage/v1/object/public/pin-images/blog/0206006a-9604-4be0-9472-ac29d8fbe21e/1786898893710-lk8m2.jpg)

Ein guter Pin ist keine Kunst, sondern eine Antwort

Mein erster Pin war viel zu allgemein. „5 Tipps für Online-Business" – klingt nett, aber niemand sucht danach. Ich änderte ihn in „5 Schritte, um als Anfänger mit Affiliate Marketing zu starten". Der Unterschied? Der zweite Pin beantwortet eine konkrete Frage. Und genau das wird geklickt.

Geduld ist keine Floskel, sondern Teil der Strategie

Die ersten zwei Wochen passierte fast nichts. Ich sah ein paar Impressionen, aber kaum Klicks. Dann, plötzlich, fing ein Pin an, sich zu verbreiten. Nicht viral, aber stetig. Das ist typisch für Pinterest: Es braucht Zeit, bis die Plattform versteht, worum es in deinem Pin geht und wem sie ihn zeigen soll. Wer nach einer Woche aufgibt, verpasst genau den Moment, an dem es anfängt zu wirken.

Der häufigste Fehler: Pinterest wie Instagram behandeln

Viele starten auf Pinterest und machen genau das, was auf Instagram funktioniert: Sie posten täglich, folgen anderen Accounts, hoffen auf Likes. Das bringt auf Pinterest nichts. Ich habe es selbst versucht. Ich habe jeden Tag einen neuen Pin erstellt, bin anderen Nutzern gefolgt, habe Boards kommentiert. Null Effekt.

Was stattdessen funktioniert: Konzentriere dich auf Qualität und Suchintention. Lieber drei richtig gute Pins pro Woche, die auf echte Suchanfragen abzielen, als zehn lieblose, die niemand sucht. Pinterest belohnt nicht Aktivität, sondern Relevanz.

Ein konkretes Beispiel: Ich hatte einen Pin mit dem Titel „So startest du dein Online-Business". Der lief schlecht. Ich änderte ihn in „Online-Business starten ohne Startkapital – 3 einfache Wege". Plötzlich wurde er geklickt. Warum? Weil Menschen nicht nach „Online-Business" suchen, sondern nach konkreten Lösungen für ihr Problem.

Wie Pinterest und Affiliate Marketing zusammenpassen

Hier wird es interessant: Pinterest ist ideal, um Leute auf deine Website oder deinen Blog zu bringen. Und genau dort setzt Affiliate Marketing an. Du brauchst kein eigenes Produkt. Du empfiehlst Produkte oder Kurse, die andere erstellt haben, und bekommst eine Provision, wenn jemand über deinen Link kauft.

Ich habe angefangen, Pins zu erstellen, die auf Blogartikel verlinken. In diesen Artikeln habe ich Affiliate-Links eingebaut – dezent, hilfreich, ohne Druck. Ein Pin zum Thema „Passives Einkommen aufbauen" führte zu einem Artikel, in dem ich verschiedene Wege erklärt habe. Am Ende des Artikels stand ein Hinweis auf ein System, das ich empfehlen konnte.

Der Vorteil: Pinterest-Nutzer sind in einer aktiven Suchphase. Sie wollen etwas lernen, etwas lösen, etwas kaufen. Das ist eine völlig andere Ausgangslage als auf Instagram, wo die meisten einfach nur scrollen.

Was du diese Woche konkret tun kannst

Du brauchst keinen perfekten Plan. Du brauchst einen ersten Schritt. Hier ist, was du in den nächsten sieben Tagen umsetzen kannst:

  • Erstelle einen Pinterest-Account (falls noch nicht geschehen) und stelle ihn auf „Business" um. Das ist kostenlos und gibt dir Zugriff auf Analytics.
  • Such dir drei Suchbegriffe aus, die zu deinem Thema passen. Nutze dafür die Pinterest-Suchleiste und schau, was vorgeschlagen wird.
  • Erstelle einen Pin mit Canva (ebenfalls kostenlos) und richte ihn auf einen dieser Suchbegriffe aus. Der Titel sollte das Keyword enthalten, die Beschreibung auch.
  • Verlinke den Pin auf eine Seite, auf der du etwas anbietest – einen Blogartikel, eine Landingpage, ein kostenloses E-Book. Hauptsache, es gibt einen nächsten Schritt.

Das wars. Kein Follower-Aufbau, kein tägliches Posten, kein Stress. Nur ein Pin, der für dich arbeitet, während du schläfst.

Warum ich nicht zurück zu Instagram will

Ich will ehrlich sein: Pinterest ist kein Wundermittel. Es dauert. Es braucht Geduld. Und du wirst nicht über Nacht reich. Aber es ist eines der wenigen Systeme, die auch mit wenig Zeit und ohne Vorkenntnisse funktionieren können. Ich muss nicht jeden Tag präsent sein. Ich muss mich nicht verbiegen, um den Algorithmus zu füttern. Ich kann einen Pin erstellen, der auch in drei Monaten noch Traffic bringt.

Für mich war das die Erleichterung, die ich gesucht habe. Kein Druck, keine Performance-Angst, keine tägliche Show. Nur eine Plattform, auf der meine Inhalte gefunden werden, weil sie gesucht werden. Und genau das macht den Unterschied, wenn du nebenberuflich starten willst.

Wenn du bereit bist, Pinterest ernsthaft für dein Online-Business zu nutzen, dann fang an. Nicht perfekt, einfach echt. Und gib dir die Zeit, die es braucht. Die ersten Wochen fühlen sich vielleicht nach nichts an. Aber wenn der erste Pin anfängt zu laufen, verstehst du, warum ich Instagram nicht vermisse.

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Wolfgang Rauch

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